Kohlhernie

Pilzerkrankung, die nur an Kohlgewächsen vorkommt. Es bilden sich Wucherungen und Verdickungen am Wurzelhals, die Pflanzen wachsen nicht mehr und welken rasch.

Die Pilzsporen befinden sich im Boden oder werden mit zugekauften Pflanzen eingeschleppt. Sie dringen durch die Wurzelhaare in den Wurzelhals ein. In kalkarmen, sauren Böden und bei anhaltender Nässe treten Infektionen vermehrt auf. Der Pilz wächst im Inneren der Wurzeln und regt dabei die Zellen zu starker Blähung an, dadurch wird auch der Saftstrom beeinträchtigt. Der Pilz überwintert mit Hilfe von Dauersporen im Boden.

Schadbild [Symptome]

Befallene Pflanzen hören auf zu wachsen und welken rasch. Wucherungen und starke Verdickungen bilden sich am Wurzelhals. (Wucherungen dieser Art verursachen auch die Larven des Kohlgallenrüßlers - Wenn beim Aufschneiden der Gallen eine fette Made zu sehen ist, dann ist die Pflanze nicht mit Kohlhernie befallen.

Vorbeugung

  • Sobald kranke Pflanzen auftreten, den Bodensäuerungsgrad oder ph-Wert mittels einer Bodenanalyse messen lassen.
  • Bei ph-Werten unter 7, Boden durch Kalkung dem Bedarf der Kohlpflanzen anpassen.
  • Vorbeugend den Kohlsetzlingen etwas Algenkalk mit ins Pflanzloch geben.
  • Befallene Pflanzen sorgfältig ausgraben. Es sollten möglichst wenige Wurzeln im Boden bleiben, weil diese Sporen enthalten. In der Restmülltonne entsorgen! Strünke nicht kompostieren!
  • Keine Kreuzblütler als Gründüngung
  • Kreuzblütler nur alle 3 bis 4 Jahre auf das gleiche Beet pflanzen.

 Abhilfe

  • Durch Kolhernie befallene Pflanzen können nicht geheilt werden. Vorbeugen!
  • 7 Jahre keine Kreuzblütler setzen

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