Kraut- und Braunfäule an Pradeisern

Der Pilz Phytophtora infestans befällt neben Tomaten auch Kartoffeln, Paprika und Aubergine. Er überwintert an kranken Kartoffelknollen oder Pflanzenresten. Die Sporen wachsen erst heran, wenn die Blätter mindestens 4 Stunden nass sind und die Temperatur mindestens10°C beträgt. Sie werden dann mit dem Wind über weite Distanz verfrachtet.

Schadbild [Symptome]

Zuerst bekommen die älteren Blätter der Tomate graugrüne bis braune Flecken. An der Blattunterseite ist ein weißlicher Pilzflaum sichtbar. Später bekommen die Früchte braungrüne bis schwarze Flecken. Die Tomaten bleiben hart und werden runzelig.

Vorbeugung

  • Widerstandsfähige Sorten verwenden: 'Whippensnapper', 'Sub-arctic Plenty', 'Red Pear', 'Teardrop', 'Phytoresista No.1', 'Resista', 'Lämpchen', 'Broad Ripple Yellow Current', 'Celsior', 'Yellow Plump', 'Black Plum', 'De Berao'
  • Tomatenpflanzen vor Regen schützen (Tomatenhaube oder unter dem Dachvorsprung in Kübeln pflanzen)
  • Triebige Stickstoffdüngung wie z.B. leichtlöslichen Handelsdünger vermeiden
  • Nähe zu Kartoffelfeldern meiden, v.a. In der Hauptwindrichtung
  • Nicht zu eng pflanzen
  • Nicht von oben gießen
  • Die ersten befallenen Blätter sofort entfernen
  • Im zeitigen Frühjahr mit Ackerschachtelhalmbrühe, Magermilch oder Molke und mit Gesteins- oder Algenmehl stäuben (1x wöchentlich)
  • Beim Austrieb mit Kompostauszug spritzen

Abhilfe

  • Ausschneiden von befallenen Trieben
  • Bei starkem Befallsdruck sind keine wirkungsvollen Maßnahmen möglich.
  • Von erkrankten Pflanzen keine Samen abnehmen.
  • Möglichst keine Holzpfähle verwenden, da Sporen im Holz überwintern.

 

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