Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

Der Eichenprozessionsspinner, ein Schmetterling, der an Stiel- und Traubeneichen vorkommt. Die Spannweite beträgt 2,5cm, die Vorderflügel sind grau mit schwach ausgeprägten dunklen Querlinien, die Hinterflügel sind weißgrau.

Ein Weibchen legt ca. 150 1mm große weiße Eier, ausschließlich im oberen Kronenbereich von Eichen. Diese werden an dünnen, jungen, besonnten Zweigen in Form länglicher Platten abgelegt. Das Weibchen tarnt diese Gelege mit grauen Afterschuppen und Sekret. Anfang Mai schlüpfen die Raupen, auf der breiten Rückenlinie liegen samtartige behaarte Felder mit rotbraunen, langehaarten Warzen. Mitte Juni ziehen sich die Raupen tagsüber in Gespinstnester am Stamm oder an Ästen zurück. Von dort begeben sich die Raupen in einer Prozession auf Nahrungssuche. Es können 20-30 Tiere nebeneinander eine Prozession von bis zu 10m Länge bilden.

Schadbild [Symptome]

Die ca. 3cm großen, behaarten Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen die austreibenden Blätter, wobei oft die Mittelrippe zurück bleibt. Die feinen Härchen der Eichenprozessionsspinnerraupe stellen eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar. Ab dem 3. Larvenstadium wachsen den Raupen sehr feine Brennhaare, die leicht brechen und bei günstiger Witterung über weite Strecken getragen werden können. Die alten Larvenhäute, die nach der Häutung in den Nestern bleiben, besitzen ebenfalls eine hohe Konzentration an Brennhaaren. Die allergischen Reaktionen des Immunsystems können unterschiedlich ausfallen. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, leichte Schwellungen, starker Juckreiz und Brennen. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Brennhaare können zu Bronchitis, scherzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend können Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündungen auftreten.

Vorbeugung

  • Fördern natürlicher Feinde: Raupenkäfer und Kuckuck
  • Die Nähe von befallenen Bäumen meiden
  • Direkten Kontakt mit den Raupen vermeiden

Abhilfe

  • Mechanisches Abkratzen der Raupennester nach dem Bespritzen mit Flüssigkeiten, um Gifthaare zu binden, danach die Nester von fachpersonal beseitigen lassen

     

Shop

 zurück zur Übersicht

Follow Me on Pinterest
Latest Pins: