Pflaumenwickler (Tortricidae)

Die Raupe überwintert in einem Kokon meist unter der Borke. Nach der Verpuppung im Frühjahr treten im Mai die graubraun gefärbten Falter der ersten Generation auf.

Weibchen beginnen mit der Eiablage ca. 2-3 Wochen nach der Blüte. Nach ca. 14 Tagen bohren sich die ausschlüpfenden Raupen ins Fruchtinnere. Nach Zerstörung des fruchtinneren verpuppt sich die Raupe in einem Kokon am Stamm oder meistens am Boden. Auftreten der zweiten Generation im Juli/August. Die Falter legen ihre Eier auf die reifenden Früchte. Die erwachsenen Raupen verlassen die Früchte und überwintern unter der Borke. Es können bis zu drei Generationen auftreten.

Schadbild [Symptome]

Tritt an Pflaumen, Zwetschke, vor allem an späten Sorten, und bei Kriecherln auf. Befallene Früchte verfärben sich und fallen ab. Das Fruchtfleisch um den Stein ist ausgefressen und voll Kotkrümmelchen. Außen an der Frucht ist das Einfraßloch mit einem Safttröpfchen zu sehen.

Vorbeugung

  • Nützlinge fördern: Vögel, Ohrwürmer
  • Hühner in den Obstgarten lassen, diese fressen die Larven
  • Vom Spätherbst bis zum Winter Stammpflege betreiben. Abbürsten und Stammanstrich.
  • Frühe Sorten sind weniger gefährdet

 

 Abhilfe

  • Den Baum oft schütteln, befallene Früchte sofort einsammeln und im Konpostinneren heiß kompostieren
  • Von Juni bis September Fanggürtel anlegen. 10 cm breite Wellpappstreifen werden fest um den Baumstamm gebunden. Sobald sich die Raupen im Fanggürtel verkrochen haben, werden diese mit heißem Wasser abgetötet
  • Aufhängen von Pheromonfallen ab Mai. Durch das Wegfangen von Faltermännchen wird die Paarung unterbunden und die Population dezimiert.

 

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