Pfirsisch-Kräuselkrankheit (Taphrina deformans)

Die Sporen der Kräuselkrankheit überwintern am Astholz und in den Knospenschuppen. Der Pilz ist nicht sehr aktiv. Er dringt nur bei anhaltendem, nass-kaltem Wetter in die Blätter ein und vermehrt sich dort. Hat sich der Pilz einmal eingenistet, dann verursacht er bei günstiger Witterung sofort eine Infektion.

Schadbild [Symptome]

Die Pfirsichblätter bekommen bald nach dem Austrieb im Frühling helle Flecken, später blasenartige Wulste. Sie verfärben sich von hellgelb im Frühling bis zu einem dunklen Rot im Sommer. Die Wülste verformen die Blätter stark und sie kräuseln sich zusammen. Stark befallene Blätter werden vom Baum abgeworfen. Viele Früchte bleiben klein und ihre Haut runzelt stark – sie sind ungenießbar. Im Winter fallen die verformten Triebe auf, und an verschiedenen Stellen tritt am Astholz Harz aus (Gummifluss).

Vorbeugung

  • Widerstandsfähige Sorten pflanzen z.B. 'Roter Elerstädter'
  • sonnige, windgeschützte Standorte wählen
  • Spalierbäume auf Südseiten, die durch das Dach vom regen geschützt sind, werden kaum von der Krankheit befallen
  • Bäume während der Zeit des Austrieb mit Schachtelhalmbrühe behandeln, im Abstand von 4 Tagen ist die Behandlung 3-4mal zu wiederholen. Nur morgens spritzen, damit die Triebe schnell abtrocknen
  • Zurückhaltend mit Kompost düngen

Abhilfe

  • Im Winter die verformten Triebe stark zurück schneiden und die Fruchtmumien entfernen
  • Stellen mit Harzfluss ausschneiden

 

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