Älchen (Nematoden)
Nematoden sind zweigeschlechtliche, aus den befruchteten Eiern schlüpfende Larven, die bei günstigen Bedingungen rasch erwachsen werden. Es gibt drei Arten von Nematoden: Wurzel-, Blatt- oder Stängelälchen. Je nach Art können Verkrüppelungen bzw. Verdickungen an Blättern, Wurzeln und Trieben auftreten. Die Pflanzen wachsen trotz gleichbleibender Behandlung nicht mehr.
Schadbild [Symptome]
Blattälchen: am Blatt, von den Adern begrenzte, anfänglich wässrige, gelbliche Flecken, die später braun werden – die Blätter sterben darauf ab.
Stängelälchen: Triebe der befallenen Pflanzen sind verkürzt und verdickt, meist mit aufgehellten, wulstartigen Ausbuchtungen, die später aufplatzen können. Die Triebe sind krumm gebogen und brechen leicht ab. Blätter über den Befallsstellen gekräuselt bis gewellt.
Wurzelälchen: Wachstumsdepressionen, Welkeerscheinungen trotz feuchter Erde, Verkrüppelungen im Wuchsbild. An den Wurzeln deutlich gallenartige Verdickungen sogar bis Walnussgröße.
Nachweis von Nematoden: Geschnetzeltes Blatt in ein Glas mit Wasser einlegen. Nach einiger Zeit können die schlängelnden Bewegungen bei Gegenlicht unter einer Lampe beobachtet werden.
Vorbeugung
- Blätter nicht unnötig nass machen – nur zu den Wurzeln gießen
- Fruchtfolge einhalten – die selbe Kultur nur alle 3-4 Jahre am gleichen Beet anpflanzen
- In einem abwechslungsreichen Garten mit Mischkultur sind Nematodenschäden sehr selten.
- Nematodenbekäpfende Sommerblumen einsetzen: z.B. Tagetes, Ringelblume, Sonnenhut.
Abhilfe
- befallene und befallsverdächtige Pflanzen frühzeitig entfernen – nicht kompostieren
- Niem-Pressling (besteht aus geschältem und entöltem Niemsamen) in den Boden einarbeiten – reduziert den Befall


