Kastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella)
Bei der Kastanien-Miniermotte handelt es sich um einen Schmetterling, der zur Familie der Miniermotten (Lithocolletidae) gehört. Der Falter selbst ist aufgrund seiner Größe eher unscheinbar.
Die in den Blättern minierenden Larven sind, je nach Entwicklungsstufe, bis zu 4 mm lang. Die Puppe ist braun und befindet sich ebenfalls innerhalb des Blattes in einer mit weißem Gespinst ausgelegten Puppenwiege. Der europäische Fundort von Cameraria ohridella ist Mazedonien, hier wurde der Schädling erstmals 1984/1984 festgestellt. Insebsondere über Österreich breitete sich der Schmetterling weiter aus. Das eigentliche Herkunftsgebiet der Miniermotte ist bisher unbekannt, eventuell stammt die Art aus Asien.
Schadbild [Symptome]
Deutlich sichtbar sind die Miniergänge (besonders bei Gegenlicht), meist noch mit einem diffusen dunklen Fleck versehen, mit den dort minierenden Larven (fressen breite Minen in die Blätter). Die Blätter verfärben sich in Folge braun, rollen sich ein und fallen ab. Bei starkem Auftreten können bis zu 90% des Blattbesatzes befallen werden und absterben. Als weitere Reaktion zeigen betroffene Rosskastanien ein herbstliches Austreiben oder Notblüten.
Vorbeugung
- Herbstlaub sorgfältig entfernen, im Kompostinneren heiß kompostieren.
- Nützlinge fördern: Spinnen, Vögel (Meisen, Spatzen), Schlupfwespen, Erzwespen
- Gute Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes ist wichtig
- Sortenwahl: Rotblühende Kastanie und Esskastanie bleiben weitgehend verschont
- Im Straßenbereich auf Streusalz und andere Auftaumittel verzichten
Abhilfe
- Keine biologischen Mapßnahmen
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